Think Tank 30: Frühjahrstagung zum Anthropozän

Am vergangenen Wochenende traf sich der Think Tank 30 (tt30), die junge Denkfabrik des Club of Rome, zur jährlichen Frühjahrstagung. Seit 2015 bin ich Mitglied des tt30 und freue mich jedesmal sehr auf die Tagungen mit ihren spannenden und inspirierenden Diskussionen. Wir trafen uns diesmal im Kloster Höchst im Odenwald. Weiterlesen

Vortrag revisited: Offenheit an Hochschulen im digitalen Zeitalter – Wir brauchen ein Update des akademischen Systems!

Mein Vortrag von der Konferenz Open!2016 in Stuttgart ist nun als Video online. Ich fordere darin ein Update des akademischen Systems, für mehr Open Science!

Vortrag: Die Dark Ages des World Wide Web verhindern – Anforderungen an gelingende Webarchivierung

Während meines Vortrages in Graz
(Quelle: Karl-Franzens-Universität Graz)

Die 7. Tagung Digitale Bibliothek, die Anfang März an der Karl-Franzens-Universitat in Graz (Österreich) stattgefunden hat, stand unter der Leitfrage nach der „Zukunft des digitalen Erbes“.

Auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen für Gedächtnis- und Wissenschaftseinrichtungen wurden auf der Tagung sowohl praktische Anwendungen vorgestellt, als auch Leitgedanken, Visionen und Rahmenbedingungen zur Zukunft des digitalen Erbes skizziert. Einen Beitrag zu letzterem habe ich mit meinem Vortrag „Die Dark Ages des World Wide Web verhindern – Anforderungen an gelingende Webarchivierung“ beigesteuert. Weiterlesen

Impulsvortrag: Das Museum in postfaktischer Zeit – ein Appell

In diesem Jahr feiert der Deutsche Museumsbund sein 100jähriges Bestehen. Ein Grund zur Freude einserseits, andererseits an Ansporn nach vorne zu blicken und über zukünftige Herausforderungen nachzudenken. Daher passt es sehr gut, dass die im Mai stattfindende Jubiläumstagung des Museumsbundes unter dem Motto „digital. ökonomisch. relevant. Museen verändern sich!“ steht. Im Rahmen dieser Tagung findet auch ein Ideen-Slam statt, bei dem sechs Ideen zur Zukunft der Museen in jeweils acht Minuten vorgestellt werden. Gemeinsam mit dem Historiker Nils Steffen habe ich eine Idee eingereicht, die erfreulicherweise angenommen wurde. So haben wir nun im Mai die Gelegenheit, unseren Appell zum „Museum in postfaktischer Zeit“ zur Diskussion zu stellen. Weiterlesen

Vortrag revisited: Open Data in der zeitgeschichtlichen Forschung – Chancen und Probleme

Bei den Open Access Tagen 2013 hielt ich einen Vortrag zu Open Data in der zeitgeschichtlichen Forschung. Dabei habe ich meine subjektiven Erfahrungen aus eigenen Forschungsprojekten geschildert und Herausforderungen für die historiographische Forschungskultur und Forschungspraxis aufgezeigt. Wie es der Zufall so will, findet dieser nun schon vier Jahre alte Vortrag in jüngster Zeit stärkere Beachtung. Weiterlesen

Pressespiegel: Was aus Napster, Second Life und Co wurde

Die Geschichte der gewerblichen Onlinedienste im World Wide Web charakterisiert sich durch eine extrem hohe Dynamik: Neue Dienste können sehr schnell sehr erfolgreich werden, aber ebenso schnell auch wieder verschwunden sein. Was sind die Gründe dafür, dass einige einstmals sehr bekannte und wirtschaftlich erfolgreiche Onlinedienste heute kaum noch eine Rolle im World Wide Web spielen? Diese Frage hat mir die dpa gestellt und ich habe ihr meine historische Sicht zu StudiVZ, Napster, ICQ und Netscape erläutert. Der Artikel ist jetzt u.a. bei der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Vortrag: Die Radiokohlenstoffdatierung – technologiegetriebene Fragestellungen als Motor der Scientific Revolution

Am 13.01.2017 halte ich im Rahmen der Tagung Geisteswissenschaften [frage-zeichen] im Warburg-Haus Hamburg einen archäologiegeschichtlichen Vortrag. Darin betrachte ich die Art und Weise, wie Archäologen nach der Zeitlichkeit vergangener Ereignisse fragten – bevor und nachdem ihnen durch die Radiokohlenstoffdatierung seit den 1950er Jahren schlagartig wesentlich präzisere Datierungen möglich wurden. Auf der Tagung wird die Praxis wissenschaftlicher Fragestellungen in ganz unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Fächern beleuchtet werden, ich bin sehr gespannt auf den interdisziplinären Austausch.

Vortrag: Offenheit an Hochschulen im digitalen Zeitalter – Wir brauchen ein Update des akademischen Systems!

In dieser Woche war ich zur Open!2016 nach Stuttgart eingeladen, um dort einen Vortrag über Open Science zu halten. Ich habe in meinem Vortrag und der anschließenden Podiumsdiskussion Ideen präsentiert, wie der nötige Kulturwandel im Wissenschaftssystem gelingen kann, um Open Science in der Breite zu verankern. Dafür habe ich einige regulatorische Hebel (u.a. Berufungsordnung, Prüfungsordnung und Gremienstruktur) ausgewählt und Möglichkeiten diskutiert, wie diese Instrumente im Sinne von Open Science genutzt werden können.  Weiterlesen

Vortrag: Geschichte schreiben! Die Historiker und der digitale Raum

Auf der diesjährigen re:publica, dem großen Netzkongress mit 7.000 Teilnehmern, habe ich einen Vortrag über die Geschichtsschreibung des digitalen Raumes gehalten. Unter dem Titel „Geschichte schreiben! Die Historiker und der digitale Raum“ habe ich mich dabei mit der Frage beschäftigt, wie künftige Historikergenerationen über das heutige (und frühere) World Wide Web forschen und schreiben werden, welche Quellen ihnen dafür zur Verfügung stehen werden und zu welchen Geschichtsdeutungen und Geschichtsbildern das führen wird. Weiterlesen

Bremen hat gewählt: Danke für Eure Stimmen!

Am 10. Mai wurde in Bremen gewählt. Ich freue mich sehr darüber, dass ich durch die Personenstimmen der Bremerinnen und Bremer direkt in die Bürgerschaft (unseren Landtag) gewählt wurde. Über meine politische und parlamentarische Arbeit werde ich künftig auf meiner Abgeordnetenwebseite www.jens-crueger.de informieren.

Miteinander Politik gestalten

Am 10. Mai wählt Bremen eine neue Bürgerschaft, wie unser hiesiger Landtag heißt. Ich kandidiere für die SPD und will mich im Parlament für Bremens Zukunft als Digitale Stadt und als Wissensstadt stark machen.

Ich bin der örtliche Kandidat der SPD für Arbergen und Mahndorf, aber man kann mich in ganz Bremen wählen. Ich freue mich über Eure Personenstimmen für meinen Listenplatz 39 auf der SPD-Liste.

Weitere Informationen zu meiner Kandidatur findet Ihr auf meiner Kandidatenwebseite jens-crueger.de und auf meiner Facebookseite.

Workshop: Auf dem Weg in die digitale Kreativallmende

Der diesjährige Bundeskongress Politische Bildung (19. bis 21. März in Duisburg) befasst sich mit den Ungleichheiten in der Demokratie und versucht dabei insbesondere Aspekte der Digitalisierung zu thematisieren. Ich habe für den Bundeskongress einen Vorschlag für einen Workshop eingereicht, in dem über Wege zu mehr kreativer Freiheit im Internet nachgedacht werden soll. Im Rahmen eines World-Cafés möchte ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern folgende Fragen erörtern: 1.) Welchen Stellenwert sollen Urheber-, Nutzungs- und Verwertungsrechte im digitalen Raum haben und welcher Stellenwert soll im Vergleich dazu der kreativen Entfaltung und dem Recht auf Remix zukommen? 2.) Sind die Creative Commons-Lizenzen ein guter Lösungsansatz und welche anderen Modelle wären denkbar? 3.) Wäre eine digitale Kreativallmende ein erstrebenswertes Modell und falls ja, wie sollte sie ausgestaltet sein? Weiterlesen

Workshop: EUROPEANA 1914-1918

Seit einigen Jahren bietet die AWO in Bremen ein umfangreiches Fortbildungsangebot für ältere Menschen an, die ‚Universität der 3. Generation‚. Im Programm stehen auch Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung, so wurde in diesem Semester ein Workshop zur digitalen Bibliothek ‚EUROPEANA 1914-1918‚ angeboten. In dieser Online-Bibliothek werden digitalisierte Quellen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges bereitgestellt, die sowohl aus den Sammlungen von Archiven und Bibliotheken stammen, als auch von Privatpersonen selbstständig eingestellt werden können. Weiterlesen

Social Media: Digitale Geschichtswissenschaft auf Twitter

In den kommenden 5 Wochen betreue ich den Twitter-Account der AG Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Ich bin schon gespannt darauf. Wer uns bislang noch nicht auf Twitter folgt, sollte das zügig nachholen: https://twitter.com/digigw

Publikation: Nichts als Hilflosigkeit

Das ‚Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung‚ widmet sich in der aktuellen Ausgabe seiner Zeitschrift FIfF-Kommunikation dem Themenschwerpunkt ‚Überwachung‘. Der Soziologe Thomas Krämer-Badoni und ich haben darin einen Essay veröffentlicht. Unter der Überschrift ‚Nichts als Hilflosigkeit‘ kommen wir zu folgendem Fazit:

„Die Probleme der digitalen Gesellschaft müssen wir erst noch entdecken und verstehen, ihre Handhabung erfordert Offenheit und kulturelle Phantasie. Und erst nach der Entstehung neuer kultureller Strukturen werden wir die der digitalen Gesellschaft entsprechenden Rechtsformen entwickeln können. Angesichts der gesellschaftlichen Transformationen, die uns bevorstehen, wird die Entwicklung einer neuen Kultur der Kommunikation Jahre und Jahrzehnte, auch länger dauern. Der Weg wird lang und steinig sein, aber wir werden ihn gehen müssen. Auch für uns gibt es kein zurück. Wohin auch?“

Publikation: Die Dark Ages des Internet?

Heute erschien der Sammelband ‚Was bleibt? Nachhaltigkeit der Kultur in der digitalen Welt‘, der im Rahmen der CoLab-Initiative ‚Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt‘ enstanden ist. In diesem Sammelband wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, was von unserem digitalen Kulturerbe in 20, 50 oder 100 Jahren noch erhalten bleiben wird. In meinem Aufsatz ‚Die Dark Ages des Internet‘ (S. 191-197) befasse ich mich mit der Geschichtsschreibung der digitalen Welt. Wie ist der aktuelle Stand der Geschichtswissenschaft auf diesem Gebiet? Wo liegen Chancen, Probleme und Risiken? Der ganze Sammelband ist als Open Publication zugreifbar.

Digitales Kulturerbe: Den Berliner Appell unterstützen!

Die CoLab-Initiative ‚Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt‘, der ich als Experte angehört habe, hat zu ihrem Abschluss den ‚Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes‘ veröffentlicht. Dieser Appell ist das Resultat unserer Beratungen in den letzten Monaten, während derer wir uns intensiv mit den Herausforderungen der Digitalisierung für die verschiedenen Gedächtnisinstitutionen beschäftigt haben. Ich ermuntere alle Interessierten, unseren Appell zu unterzeichnen!

„Unsere Gesellschaft ist seit langem von dem Konsens bestimmt, dass Wissen und Kultur zu erhalten sind. Das Wissen unserer Tage wie die Kultur unserer Gesellschaft werden aber zunehmend mittels elektronischer Medien gespeichert und sollen über diese überliefert werden. Die Bewahrung dieses Wissens und dieser Kultur steht auf tönernen Füßen. Die Bereitschaft, auch in der elektronischen Welt in die Bestandserhaltung zu investieren, ist nicht sehr groß. Die Einsicht in die Notwendigkeit, die Prozesse der digitalen Langzeitarchivierung nachhaltig und dauerhaft zu finanzieren, ist noch nicht ausgeprägt. Die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Bestandserhaltung auch von analogen Informationsträgern sind noch lange nicht ausgeschöpft. Das ist ein Appell zur Nachhaltigkeit in der elektronischen Welt. Weiterlesen…

Zukunft der Wissenschaft: Open Access

Open Access in der Wissenschaft, das meint den freien Zugriff auf Forschungsdaten, -ergebnisse und -publikationen. Wurden diese Informationen früher restriktiv geschützt, so etabliert sich zunehmend ein offener und kollaborativer Umgang damit.

Im Mai war ich im Rahmen der Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF), in die ich als Wissenschaftshistoriker aufgenommen wurde, auf der DGUF-Jahrestagung in Erlangen. Dort wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, das renommierte Publikationsorgan der Gesellschaft – die Archäologischen Informationen – fortan als Open-Access-Zeitschrift zu veröffentlichen. Ich habe mich sehr über diese Entscheidung gefreut, denn sie ist ein Schritt in die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens. Weiterlesen

Konferenz: re:publica 13

Auf Einladung der Robert Bosch Stiftung, die innovative Ideen zur Zukunft des Wissenschaftsjournalismus fördert und mich hierzu auch auch schon interviewt hat, nahm ich in diesem Jahr an der Netzkonferenz re:publica in Berlin teil.

Die Robert Bosch Stiftung bot dort zwei Sessions zum Wissenschaftsjournalismus der Zukunft an, „Vom Erklärbär zur Ameisenkönigin“ zu den Themen Crowdsourcing und Deliberation sowie „Goldene Zeiten für Entrepreneurial Science Journalism?„. Beide Sessions waren sehr gut besucht und inhaltlich spannend. Der Wissenschaftsjournalismus zeigte sich somit auf der re:publica diskussionsfreudig und aufgeschlossen gegenüber der digitalen Zukunft. Im deutschsprachigen Journalismus ist dies ja leider noch keine Selbstverständlichkeit.

Essay: Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Raum

Die April-Ausgabe der Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), die von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird, widmet sich einem digitalen Thema, nämlich dem Spannungsfeld von „Transparenz und Privatsphäre“.

Ich habe für dieses Heft einen feuilletonistischen Essay geschrieben, dessen Titel lautet: „Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Raum: Konflikt um die Reichweite sozialer Normen“. Darin befasse ich mich mit der Problematik, dass Arbeitgeber in den Social Media gezielt nach Spuren ihrer Beschäftigten und Bewerber suchen und ein paar unglückliche Partyfotos auf Facebook schon ausreichen können, um die eigenen Jobchancen zunichte zu machen. Das ganze Heft kann kostenfrei heruntergeladen werden.

 APuZ 'Transparenz und Privatsphäre' (PDF)

Vortrag: Annexionen? Kolonien? Handelsmacht? Kriegsziele und Kriegsgegner aus der Sicht der Bremer Handelskammerpräsiden, 1916–1918

Am 12. April findet im Haus der Wissenschaft in Bremen (Sandstr. 4/5) ein Workshop statt, auf dem einige Forschungsergebnisse des Projektes „Stadt im Krieg. Bremen 1914-1918“ präsentiert werden. Die Einführung und Moderation übernimmt Prof. Dr. Christa Hämmerle (Universität Wien), Expertin für die sogenannte „Heimatfront“ im Ersten Weltkrieg.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes habe ich die Geschichte der Bremer Handelskammer im Ersten Weltkrieg untersucht, worüber ich in einem Vortrag berichten werde.

Interview: Wissenschaftsjournalismus 3.0

Die Robert Bosch Stiftung hat für ihre Facebookseite „Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus“ ein Interview mit mir geführt, in dem ich meine Idee zum Wissenschaftsjournalismus 3.0 erkläre. Mit dieser Idee habe ich den Publikumspreis auf dem Tag des Wissenschaftsjournalismus 2012 gewonnen.

Hier findet Ihr das Interview auf Facebook…

Auszeichnung: Publikumspreis Zukunft des Wissenschaftsjournalismus

Am Freitag war ich auf dem Tag des Wissenschaftsjournalismus in Berlin. Thema waren in diesem Jahr „Lebensläufe im Wissenschaftsjournalismus“. In mehreren Sessions wurden wissenschaftsjournalistische Karriereverläufe, die Bedeutung gründlicher und investigativer Recherchen sowie die Rolle von Social Media für den Wissenschaftsjournalismus diskutiert. Im Rahmen eines Elevator-Pitches hatten zudem bereits im Vorfeld Nachwuchsjournalisten und Studenten ihre Ideen für den Wissenschaftsjournalismus der Zukunft einreichen können. 10 dieser Ideen waren von einer Jury für den Publikumspreis nominiert worden, sie wurden am Freitag in jeweils 2 Minuten dem Auditorium vorgestellt. Ich freue mich sehr, dass meine Idee nominiert wurde und ich das Publikum überzeugen konnte, so dass ich den Publikumspreis gewonnen habe.

Auszeichnung: Ludwig-Windthorst-Preis der Stadt Meppen

Der bekannte Zentrumspolitiker und Reichstagsabgeordnete Ludwig Windthorst hätte in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert. Obwohl niemals Vorsitzender der katholischen Zentrumsfraktion im Reichstag, war er dennoch deren unangefochtene Führungsfigur und überdies der wohl hartnäckigstige parlamentarische Gegenspieler des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Aufgrund seines selbstbewussten, engagierten und ausgleichenden parlamentarischen Stils gilt Windthorst bis heute als einer der bedeutensten deutschen Parlamentarier. Der Historiker Golo Mann nannte Windthorst gar den „genialsten Parlamentarier, den Deutschland je besaß“.

Um das Andenken an Ludwig Windthorst wach zu halten, hat die Stadt Meppen in diesem Jahr erstmals den Ludwig-Windthorst-Preis verliehen. Ich freue mich sehr, dass ich für einen parlamentsgeschichtlichen Essay über die mikropolitischen Handlungsweisen des Abgeordneten Ludwig Windthorst mit diesem Preis ausgezeichnet wurde. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wurde mir feierlich vom Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen und dem Bürgermeister der Stadt Meppen überreicht. Weiterlesen

Interdisziplinär: Politische Kommunikation

Ich wurde in das Nachwuchsnetzwerk politische Kommunikation (NapoKo) aufgenommen. Da die historische Rolle von Wissenschaftlern als politische Akteure einer meiner Forschungsschwerpunkte ist, freue ich mich auf den Austausch in diesem interdisziplinären Netzwerk.

Vortrag: Das Ende der Naturgeschichte? Was unser Umgang mit Neobiota über unser Verständnis von Biodiversität verrät

Das vorläufige Programm der Tagung Biodiversität und Gesellschaft, die vom 14. bis 16.11. an der Universität Göttingen stattfinden wird, ist jetzt online abrufbar. Ich werde dort einen Vortrag in der Session zu Theorie und Grundlagenreflexion halten und darin den Umgang der Gesellschaft mit neu eingeschleppten Tier- und Pflanzenarten, den sogenannten Neobiota, thematisieren.

Kurs: Wissenschaftsgeschichte revisited: Von der Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Tatsachen

Vom 26. bis 28.10. findet in Hamburg die 2. Nordakademie des Clubs der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademien statt. Teilnehmen können alle Mitglieder des Clubs, nicht nur Norddeutsche, eine Reise nach Hamburg lohnt ja auch von weiter her. Ich biete in diesem Jahr wieder einen Kurs zur Wissenschaftsgeschichte an. Hier die Beschreibung meines Kurses:

Wissenschaftsgeschichte revisited: Von der Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Tatsachen

Worin besteht der Unterschied zwischen Wissen und Wissenschaft? Wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen Forschungsgegenstand und Forschungsdiskurs? Wie beeinflusst das akademische System die wissenschaftliche Erkenntnis? Welche Bedeutung hat die Kenntnis der eigenen Wissenschaftsgeschichte für ein akademisches Fach? Diesen Fragen wollen wir mittels wissenschaftshistorischer, -soziologischer und -philosophischer Ansätze nachgehen.

Vortrag: Das Wissen im Anthropozän. Die Tierwelt als epistemologisches Ordnungsprinzip?

Am 17. und 18.09. findet am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) die 9. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie statt. Das Thema der Tagung lautet: Die Gesellschaft im Anthropozän. Soziale Triebkräfte und Implikationen. Ich werde dort einen Vortrag zur Transformation von Wissensordnungen halten und untersuche dafür den epistomologischen Blick des Menschen auf die Tierwelt.

Statusmitteilung

Presse: Buchpräsentation

„Jetzt sind auch die Achtziger Geschichte“ – der Weser Kurier berichtet über unsere Buchpräsentation…

Vortrag: Von kritikfähigen Szenetypen, zärtlichen Mackern und eigenwilligen Frauen. Kontaktanzeigen im Bremer Blatt und KursBuch als Medium alternativer Rollenbilder und Beziehungsentwürfe

Am 18.07. ab 20 Uhr findet die offizielle Präsentation des Sammelbandes „Protest vor Ort. Die 80er Jahre in Bremen und Göttingen“ im Wienerhof Café (Weberstraße 25) in Bremen statt. Unter anderem werden Larena Schäfer und ich unseren Aufsatz aus dem Sammelband in einem kurzen Vortrag vorstellen.