Publikation: Nichts als Hilflosigkeit

Das ‘Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung‘ widmet sich in der aktuellen Ausgabe seiner Zeitschrift FIfF-Kommunikation dem Themenschwerpunkt ‘Überwachung’. Der Soziologe Thomas Krämer-Badoni und ich haben darin einen Essay veröffentlicht. Unter der Überschrift ‘Nichts als Hilflosigkeit’ kommen wir zu folgendem Fazit:

“Die Probleme der digitalen Gesellschaft müssen wir erst noch entdecken und verstehen, ihre Handhabung erfordert Offenheit und kulturelle Phantasie. Und erst nach der Entstehung neuer kultureller Strukturen werden wir die der digitalen Gesellschaft entsprechenden Rechtsformen entwickeln können. Angesichts der gesellschaftlichen Transformationen, die uns bevorstehen, wird die Entwicklung einer neuen Kultur der Kommunikation Jahre und Jahrzehnte, auch länger dauern. Der Weg wird lang und steinig sein, aber wir werden ihn gehen müssen. Auch für uns gibt es kein zurück. Wohin auch?”

Publikation: Die Dark Ages des Internet?

Heute erschien der Sammelband ‘Was bleibt? Nachhaltigkeit der Kultur in der digitalen Welt’, der im Rahmen der CoLab-Initiative ‘Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt’ enstanden ist. In diesem Sammelband wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, was von unserem digitalen Kulturerbe in 20, 50 oder 100 Jahren noch erhalten bleiben wird. In meinem Aufsatz ‘Die Dark Ages des Internet’ (S. 191-197) befasse ich mich mit der Geschichtsschreibung der digitalen Welt. Wie ist der aktuelle Stand der Geschichtswissenschaft auf diesem Gebiet? Wo liegen Chancen, Probleme und Risiken? Der ganze Sammelband ist als Open Publication zugreifbar.

Digitales Kulturerbe: Den Berliner Appell unterstützen!

Die CoLab-Initiative ‘Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt’, der ich als Experte angehört habe, hat zu ihrem Abschluss den ‘Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes’ veröffentlicht. Ich ermuntere alle Interessierten, diesen Appell zu unterzeichnen!

“Unsere Gesellschaft ist seit langem von dem Konsens bestimmt, dass Wissen und Kultur zu erhalten sind. Das Wissen unserer Tage wie die Kultur unserer Gesellschaft werden aber zunehmend mittels elektronischer Medien gespeichert und sollen über diese überliefert werden. Die Bewahrung dieses Wissens und dieser Kultur steht auf tönernen Füßen. Die Bereitschaft, auch in der elektronischen Welt in die Bestandserhaltung zu investieren, ist nicht sehr groß. Die Einsicht in die Notwendigkeit, die Prozesse der digitalen Langzeitarchivierung nachhaltig und dauerhaft zu finanzieren, ist noch nicht ausgeprägt. Die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Bestandserhaltung auch von analogen Informationsträgern sind noch lange nicht ausgeschöpft. Das ist ein Appell zur Nachhaltigkeit in der elektronischen Welt. Weiterlesen…

Zukunft der Wissenschaft: Open Access

Open Access in der Wissenschaft, das meint den freien Zugriff auf Forschungsdaten, -ergebnisse und -publikationen. Wurden diese Informationen früher restriktiv geschützt, so etabliert sich zunehmend ein offener und kollaborativer Umgang damit.

Im Mai war ich im Rahmen der Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF), in die ich als Wissenschaftshistoriker aufgenommen wurde, auf der DGUF-Jahrestagung in Erlangen. Dort wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, das renommierte Publikationsorgan der Gesellschaft – die Archäologischen Informationen – fortan als Open-Access-Zeitschrift zu veröffentlichen. Ich habe mich sehr über diese Entscheidung gefreut, denn sie ist ein Schritt in die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens. Auch wenn Skeptiker befürchten, durch Open Access käme es zu einer Entwertung wissenschaftlicher Publikationen (jener vielbeschworenen “Gratis-Mentalität” im Internet), so ist gerade im wissenschaftlichen Bereich das Gegenteil zu erwarten. Denn durch Open Access haben auch jene Wissenschaftler eine Chance wahrgenommen, rezipiert und zitiert zu werden, die nicht in den wenigen erstklassigen Zeitschriften publizieren. Der wissenschaftliche Diskurs wird dadurch breiter und offener.

Sehr gespannt bin ich bereits auf die Open Access Tage 2013 im Oktober, an denen ich als Referent teilnehmen werde. In einer Session zum Thema “Umgang mit Forschungsdaten” werde ich über meine persönlichen Erfahrungen mit Open Access und Open Data in der Geschichtswissenschaft referieren.

Konferenz: re:publica 13

Auf Einladung der Robert Bosch Stiftung, die innovative Ideen zur Zukunft des Wissenschaftsjournalismus fördert und mich hierzu auch auch schon interviewt hat, nahm ich in diesem Jahr an der Netzkonferenz re:publica in Berlin teil.

Die Robert Bosch Stiftung bot dort zwei Sessions zum Wissenschaftsjournalismus der Zukunft an, “Vom Erklärbär zur Ameisenkönigin” zu den Themen Crowdsourcing und Deliberation sowie “Goldene Zeiten für Entrepreneurial Science Journalism?“. Beide Sessions waren sehr gut besucht und inhaltlich spannend. Der Wissenschaftsjournalismus zeigte sich somit auf der re:publica diskussionsfreudig und aufgeschlossen gegenüber der digitalen Zukunft. Im deutschsprachigen Journalismus ist dies ja leider noch keine Selbstverständlichkeit.

Essay: Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Raum

Die April-Ausgabe der Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), die von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird, widmet sich einem digitalen Thema, nämlich dem Spannungsfeld von “Transparenz und Privatsphäre”.

Ich habe für dieses Heft einen feuilletonistischen Essay geschrieben, dessen Titel lautet: “Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Raum: Konflikt um die Reichweite sozialer Normen”. Darin befasse ich mich mit der Problematik, dass Arbeitgeber in den Social Media gezielt nach Spuren ihrer Beschäftigten und Bewerber suchen und ein paar unglückliche Partyfotos auf Facebook schon ausreichen können, um die eigenen Jobchancen zunichte zu machen. Das ganze Heft kann kostenfrei heruntergeladen werden.

 APuZ 'Transparenz und Privatsphäre' (PDF)

Workshop: Eine Stadt im Krieg. Bremen 1914-1918

Am 12. April findet im Haus der Wissenschaft in Bremen (Sandstr. 4/5) ein Workshop statt, auf dem einige Forschungsergebnisse des Projektes “Stadt im Krieg. Bremen 1914-1918” präsentiert werden. Die Einführung und Moderation übernimmt Prof. Dr. Christa Hämmerle (Universität Wien), Expertin für die sogenannte “Heimatfront” im Ersten Weltkrieg.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes habe ich die Geschichte der Bremer Handelskammer im Ersten Weltkrieg untersucht, worüber ich in einem Vortrag (Annexionen? Kolonien? Handelsmacht? Kriegsziele und Kriegsgegner aus der Sicht der Bremer Handelskammerpräsiden, 1916–1918) berichten werde.

Presse: Mentoring-Programm der Universität Bremen

Seit letztem Jahr bin ich Mentee im Mentoring-Programm meiner Universität. Mein Mentor ist Stefan Schnier, der Geschäftsführer der Bremer Kunsthalle. In seiner aktuellen Ausgabe berichtet nun das bremen4u|paper (hier geht es zum Heft, der Artikel findet sich auf der Campus-Seite) über unser Mentoring-Gespann.

Bewerbungen für die nächste Runde des Mentorings sind noch bis zum 15. April möglich. Ich kann dieses tolle Programm nur weiterempfehlen!

Symposium: Naturschutz – Artenschutz – Tierschutz

Am Wochenende habe ich in Fulda das diesjährige Symposium des Verbandes Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (VDA) gemeinsam mit Dr. Wolfgang Staeck moderiert. Das Symposium behandelte die Themen Naturschutz, Artenschutz und Tierschutz aus Perspektive der Aquaristik. Die Vorträge und anschließenden Diskussionen zeigten die hohe Sensibilität der Aquarianer sowohl für den Schutz der natürlichen Lebensräume von Aquarientieren als auch für eine nachhaltige Aquarienwirtschaft. Die Abstracts der gehaltenen Vorträge werden zeitnah publiziert, so dass sie als produktiver Beitrag zu dieser aktuellen und wichtigen Debatte dienen können.

Tagung: Tag des Wissenschaftsjournalismus 2012

Am Freitag war ich auf dem Tag des Wissenschaftsjournalismus in Berlin. Thema waren in diesem Jahr “Lebensläufe im Wissenschaftsjournalismus”. In mehreren Sessions wurden wissenschaftsjournalistische Karriereverläufe, die Bedeutung gründlicher und investigativer Recherchen sowie die Rolle von Social Media für den Wissenschaftsjournalismus diskutiert. Im Rahmen eines Elevator-Pitches hatten zudem bereits im Vorfeld Nachwuchsjournalisten und Studenten ihre Ideen für den Wissenschaftsjournalismus der Zukunft einreichen können. 10 dieser Ideen waren von einer Jury für den Publikumspreis nominiert worden, sie wurden am Freitag in jeweils 2 Minuten dem Auditorium vorgestellt. Ich freue mich sehr, dass meine Idee nominiert wurde und ich das Publikum überzeugen konnte, so dass ich den Publikumspreis gewonnen habe. Demnächst darf ich nun meine Idee in den Räumen der Redaktion “Forschung aktuell” des Deutschlandfunks weiter ausarbeiten. Ich bin sehr gespannt darauf.

Auszeichnung: Ludwig-Windthorst-Preis der Stadt Meppen

Der bekannte Zentrumspolitiker und Reichstagsabgeordnete Ludwig Windthorst hätte in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert. Obwohl niemals Vorsitzender der Zentrumsfraktion im Reichstag, war er dennoch deren unangefochtene Führungsfigur und überdies der wohl hartnäckigstige parlamentarische Gegenspieler des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Aufgrund seines selbstbewussten, engagierten und ausgleichenden parlamentarischen Stils gilt Windthorst bis heute als einer der bedeutensten deutschen Parlamentarier. Golo Mann nannte ihn gar den “genialsten Parlamentarier, den Deutschland je besaß”.

Um das Andenken an Ludwig Windthorst wach zu halten, hat die Stadt Meppen in diesem Jahr erstmals den Ludwig-Windthorst-Preis verliehen. Ich freue mich sehr, dass ich für einen parlamentsgeschichtlichen Essay (“Die Perle von Meppen” – Ludwig Windthorst als Vorbild für den Parlamentarismus im 21. Jahrhundert) mit diesem Preis ausgezeichnet wurde.

(Foto: Andi69 / CC BY-SA 2.0)

Tagung: Biodiversität und Gesellschaft

Das vorläufige Programm der Tagung Biodiversität und Gesellschaft, die vom 14. bis 16.11. an der Universität Göttingen stattfinden wird, ist jetzt online abrufbar. Der Titel meines Vortrages (in der deutschsprachigen Session zu Theorie und Grundlagenreflexion) lautet: Das Ende der Naturgeschichte? Was unser Umgang mit Neobiota über unser Verständnis von Biodiversität verrät.

CdE: Nordakademie 2012

Vom 26. bis 28.10. findet in Hamburg die 2. Nordakademie des Clubs der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademien statt. Teilnehmen können alle Mitglieder des Clubs, nicht nur Norddeutsche, eine Reise nach Hamburg lohnt ja auch von weiter her. Ich biete in diesem Jahr wieder einen Kurs zur Wissenschaftsgeschichte an. Hier die Beschreibung meines Kurses:

Wissenschaftsgeschichte revisited: Von der Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Tatsachen

Worin besteht der Unterschied zwischen Wissen und Wissenschaft? Wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen Forschungsgegenstand und Forschungsdiskurs? Wie beeinflusst das akademische System die wissenschaftliche Erkenntnis? Welche Bedeutung hat die Kenntnis der eigenen Wissenschaftsgeschichte für ein akademisches Fach? Diesen Fragen wollen wir mittels wissenschaftshistorischer, -soziologischer und -philosophischer Ansätze nachgehen.

Tagung: Die Gesellschaft im Anthropozän

Am 17. und 18.09. findet am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) die 9. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie statt. Das Thema der Tagung lautet: Die Gesellschaft im Anthropozän. Soziale Triebkräfte und Implikationen. Ich werde dort einen Vortrag zur Transformation von Wissensordnungen halten, der Vortragstitel lautet: Das Wissen im Anthropozän: Die Tierwelt als epistemologisches Ordnungsprinzip?

Buchpräsentation: Protest vor Ort. Die 80er Jahre in Bremen und Göttingen

Am 18.07. ab 20 Uhr findet die offizielle Präsentation des Sammelbandes “Protest vor Ort. Die 80er Jahre in Bremen und Göttingen” im Wienerhof Café (Weberstraße 25) in Bremen statt. Unter anderem werden Larena Schäfer und ich unseren Aufsatz aus dem Sammelband (“Von kritikfähigen Szenetypen, zärtlichen Mackern und eigenwilligen Frauen. Kontaktanzeigen im Bremer Blatt und KursBuch als Medium alternativer Rollenbilder und Beziehungsentwürfe“) in einem kurzen Vortrag vorstellen.

Wissenschaftsphilosophie: GWP

Ich bekam heute die Benachrichtigung, dass ich in die Gesellschaft für Wissenschaftsphilosophie (GWP) aufgenommen wurde. Die Gründung der GWP fand im September 2011 statt, Ziel dieser Gesellschaft ist die Förderung und Vermittlung der Wissenschaftsphilosophie. Die erste Tagung der GWP findet vom 11. bis 14. März 2013 in Hannover statt, das Thema lautet: How Much Philosophy in the Philosophy of Science?

Jugendpolitik: Kommunale Jugendbeteiligung entwickeln!

Gestern habe ich in Bremen mit einer Beiratsfraktion über Möglichkeiten zur politischen Beteiligung junger Menschen diskutiert. Während meiner Zeit als kinder- und jugendpolitischer Fraktionssprecher in der Bremischen Bürgerschaft (2003 bis 2007) habe ich mich für die Realisierung neuer Formen von Jugendbeteiligung engagiert, beispielsweise für Jugendbeiräte und Jugendforen auf kommunaler Ebene. Das gestrige Gespräch verlief sehr produktiv, ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Wen das Thema in seinen vielfältigen Facetten interessiert, dem sei als Überblick der Sammelband Jugendliche planen und gestalten Lebenswelten aus dem VS Verlag empfohlen.

Ad-hoc-Gruppe: Soziologische Vielfalt und interdisziplinäre Zusammenhänge

Mittlerweile wurden die Vortrags-Abstracts der Ad-hoc-Gruppe “Soziologische Vielfalt und interdisziplinäre Zusammenhängeonline gestellt, die im Rahmen des 36. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (01. bis 05. Oktober 2012) stattfinden wird. Ich selber werde über die Historische Wissenschaftsforschung als Grenzbereich zwischen Soziologie und Geschichtswissenschaft referieren. Die thematische Bandbreite innerhalb unserer Ad-hoc-Gruppe ist äußerst beachtlich, ich freue mich schon auf spannende interdisziplinäre Diskussionen!

Medien: Die Fernsehserie als Schnittstelle populärer Kultur

Seit ich zu Schulzeiten als Teilnehmer der Deutschen SchülerAkademie einen zweiwöchigen Sommerkurs zur Fernsehserie als Schnittstelle populärer Kultur absolviert habe, lässt mich die Faszination an der wissenschaftlichen Analyse populärer Artefakte – wie Fernsehserien, gar Soap Operas – nicht mehr los. Zufällig stieß ich nun auf den Hinweis (der ZEIT sei Dank!), dass der Diaphanes-Verlag eine kulturwissenschaftliche Publikationsreihe zu verschiedenen Fernsehserien (The Wire, The Sopranos, West Wing) begonnen hat. Die Bücher sind bestellt, ich bin sehr gespannt auf die Lektüre…

Biodiversität: Die Zukunft der Zoos

Die Wissenschaftsrubrik der New York Times stellt die Frage, welche Rolle zoologische Gärten zukünftig spielen sollen angesichts des weltweiten Artensterbens. Die Gretchenfrage dabei lautet: In welchem Verhältnis sollen der Bildungs- und Unterhaltungsanspruch moderner Zoos zu ihren Anstrengungen im Erhalt von bedrohten Tierarten und deren Lebensräumen stehen? In der gestrigen Printausgabe erschien der erste Artikel zu diesem Thema, es soll eine Reihe weiterer folgen.

Zum Artikel der NYT:
Zoos’ Bitter Choice: To Save Some Species, Letting Others Die

Biodiversität: Die Sushi-Industrie

Der urbane Lebensstil westlicher Gesellschaften scheint mit dem sprichwörtlichen Latte macchiato und einem postmodernen Umweltbewusstsein ebenso eng verknüpft zu sein, wie mit dem Genuss von Sushi und Sashimi. Vermutlich wird der Absatz dieser Fischdelikatessen in den Ländern des Westens noch deutlich zunehmen, mag das von Vielen erwartete “pazifische Jahrhundert” doch auch kulturelle Implikationen haben und unsere Essgewohntheiten beeinflussen. Welche dramatischen ökologischen Folgen die Sushi-Industrie bereits heute hat, zeigt Philipp Kohlhöfer in einer Reportage über die Situation des Blauflossen-Thunfisches. Unbedingt lesenswert!

Zum Artikel von Philipp Kohlhöfer auf Spiegel Online:
Jäger des verlorenen Fisches

Publikation: Aquaristik und Politik

Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift des Verbandes Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. habe ich einen Artikel verfasst. Darin gehe ich der Frage nach, was die Aquaristik mit Politik zu tun hat und ob sie eine eigene gesellschaftliche und politische Lobby braucht. Der Artikel basiert auf einem Vortrag, den ich im vergangenen November auf dem Symposium “Quo vadis Aquaristik?” gehalten habe.

 Lobby für das Hobby? – Was Aquaristik mit Politik
zu tun hat, in: VDA-aktuell, 3.18 (2012), S. 35-38.

(Grafik: Kathrin Glaw)

Biodiversität: Mehr Amphibien, weniger Mücken!

Welche Auswirkungen der rasant fortschreitende Verlust natürlicher Artenvielfalt auf unser gesamtes Ökosystem und damit auch auf uns Menschen haben wird, lässt sich kaum vorhersagen. Wie bedeutsam beispielsweise einige unscheinbare Amphibien und deren noch viel unscheinbarere Larven für uns Menschen und unsere Gesundheit sein können, zeigt eine aktuelle Untersuchung. 2011 publizierten nordamerikanische Forscher eine Studie über den Zusammenhang von Amphibienlarven und Mückenlarven in Feuchtgebieten. Ihr Ergebnis: Je mehr Amphibienlarven vorhanden sind, umso geringer ist die Zahl der Mückenlarven.

Das Fazit der Forscher lautet daher: “Therefore, developing measures to protect amphibians in seasonal pools may contribute to controlling mosquito production in wetlands, potentially minimizing disease risk to humans.

Link zu der Studie:
The Influence of Amphibians on Mosquitoes in Seasonal Pools

Symposium: Kunst und Politik in der Geschichte

Am vergangenen Wochenende fand an der Universität Bremen ein studentisches Geschichtssymposium zum Thema Kunst und Politik in der Geschichte statt. Bereits zum zweiten Mal veranstalteten Bremer Geschichtsstudenten ein solches Symposium, eine beeindruckende organisatorische Leistung! Rund 40 Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland fanden sich am Freitag und Samstag zusammen, um Aspekte des Wechselverhältnisses zwischen Politik und Kunst seit der Antike bis heute zu diskutieren. Spannend war die Vielfalt an verwendeten Quellengattungen, neben literarischen Texten unter anderem Karikaturen, Fotografien und architektonische Skizzen. Ich selber referierte am Freitag über deutsche Intellektuellengeschichte im Übergang von Nationalsozialismus zu junger Bundesrepublik. Als Beispiel hierfür wählte ich die Person Erich Kästners (Vortragstitel: Erich Kästner zwischen 1933 und 1945. Literat, Intellektueller, „Beobachter und Zeuge“?).

Das Symposium war ein voller Erfolg, allen Organisatoren großen Dank dafür! Ich hoffe sehr, dass es auch im kommenden Jahr wieder eine Fortsetzung geben wird.